Worauf es ankommt, wenn Sie sich in Richtung Social Media aufmachen
Die reißende Dynamik von Social Media verleitet zum HURRA oder PFUI. Gleichwohl: Blinde Begeisterung oder verängstigte Verweigerung sind schlechte Berater, wenn Sie mit Innovationen umgehen wollen. Welchen Anforderungen müssen Sie sich stellen, wenn Sie sich auf die Herausforderungen des Internets einlassen
Thomas Zeilinger reflektiert als Medienethiker die Auswirkungen des Internets und begleitet als Berater Unternehmen bei der praktischen Arbeit am Change ihrer Unternehmenskultur.
Drucklettern zur Zeit der Reformation, Rundfunk und Fernsehen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das Internet am Beginn eines neuen Jahrtausends: Medienrevolutionen verunsichern. Bisher geltende Selbstverständlichkeiten sind obsolet, neue Gewissheiten noch nicht etabliert.
Wer sich in Richtung Social Media aufmacht, braucht Mut und Experimentierfreude. Das eine ist die technische Seite, darum kümmern sich Ihre IT-Fachleute. Das andere ist die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - das ist Ihr Job! Persönlichkeiten sind gefragt, die sich mit eigenen Überzeugungen zu Wort melden.
Das Publikum schaut genau hin und hört gut zu, wer sich wie äußert und in den Dialog tritt. Glaubwürdigkeit und Stimmigkeit erhalten Gewicht.
Das Netz sucht nach Charakteren mit Profil, nach Menschen, die authentisch sind. Wer sich ohne Plan zur Persönlichkeit ins Netz begibt, verliert die Orientierung - für sich und für die Organisation.
Jacqueline Althaller berät Unternehmen bei allen Fragen der Kommunikation und ist Initiatorin des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B Unternehmenskommunikation.
Ist Social Media wirklich eine Revolution? Stehen mit Facebook & Co nicht einfach zusätzliche Kanäle zur Verfügung, die es in die Unternehmenskommunikation zu integrieren gilt? Fakt ist: Die grundlegenden Regeln, die bei der Kommunikation mit Stakeholdern zu beachten sind, haben sich durch Social Media nicht verändert.
Mut und Experimentierfreude sind beim ersten Schritt in das Web 2.0 also weniger gefragt. Vielmehr geht es darum, dass Sie Ihre Social Media Aktivitäten strategisch in die bestehende Unternehmenskommunikation integrieren. Denn auch in der Kommunikation 2.0 geht es um den Aufbau von Beziehungen.
Und hier zählt, wie in der physischen Welt, der erste Eindruck. „Trial-and-Error“ ist daher kaum zu empfehlen. Machen Sie sich bewusst, wie Ihr Unternehmen von Ihren Kunden, Partnern oder Investoren wahrgenommen werden soll und richten Sie Ihre gesamte Unternehmenskommunikation darauf aus.
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