Social Media Planung – Die Wahl der richtigen Plattform
Orientierung ist gefragt: In Social Media gibt es eine Vielzahl an Plattformen. Doch welche ist die richtige?
Wer sich als Unternehmen auf der richtigen Plattform in Social Media positionieren will, ist gut beraten, vorab seine Ziele zu definieren.
Zu uns in die Agentur kommen mehr und mehr Kunden, die Rat brauchen bei der Frage, welche Plattform für sie zum Einstieg in Social Media geeignet ist. In einem ersten Schritt analysieren wir dann gemeinsam mit den Unternehmen, welche Ziele es mit seinem Social Media Auftritt erreichen will.
Geht es beispielsweise um Service, haben sich Plattformen wie Twitter oder Facebook bewährt. Die Telekom ist hier ein gutes Beispiel: Über einen Twitter Account stellen Kunden ihre Fragen ein, Service-Mitarbeiter antworten schnell und unkompliziert. Laut einer aktuellen Studie von Detecon, sehen übrigens 70 Prozent der befragten Unternehmen für den Kundenservice der Zukunft Social Media als Mittel der Wahl.
Geht es aber darum, langfristig Eindruck zu machen und Beziehungen aufzubauen, empfehlen wir einen Corporate Blog oder eine Expertengruppe in XING. Hier können Unternehmen Kommunikationshoheiten aufbauen und die sozialen Medien auch zum Agenda Setting nutzen. Vor allem für Unternehmen, die sich mit ihrem Angebot an eine bestimmte Interessensgruppe richten, bieten diese Kanäle Gelegenheit, direkt und dialogorientiert mit den Stakeholdern zu kommunizieren.
Jacqueline Althaller berät Unternehmen bei allen Fragen der Kommunikation und ist Initiatorin des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B Unternehmenskommunikation.
Die ethische Bewertung der einzelnen Plattform ist so unausweichlich wie herausfordernd.
Liebe Frau Althaller, Sie unterstützen zu Recht Ihre Kunden bei der Analyse Ihrer Ziele: Entscheidend ist, wozu ich als Unternehmen Social Media einsetzen will. Allerdings bleibt der jeweilige Kanal stets auch ethisch hinsichtlich seiner Chancen und Risiken zu bewerten.
Zu wie unterschiedlichen Bewertungen es in ein und derselben „Branche“ kommen kann, zeigt sich am Beispiel Facebook: Just heute erreicht mich eine Meldung der Nachrichtenagentur epd: Der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister hält die offenen Fragen des Datenschutzes und die eigenen wirtschaftlichen Interessen von Facebook für so gefährlich, dass für ihn die Risiken den Nutzen überwiegen. Umgekehrt argumentiert sein bayerischer Kollege Heinrich Bedford-Strohm, mit inzwischen mehr als 1000 Fans auf Facebook präsent: Er rückt die Chance in den Vordergrund, in Facebook mit Menschen in Kontakt zu kommen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Zum Datenschutz könne man am besten urteilen, wenn man Social Media auch aus eigener Anschauung kenne.
Ist es eigentlich Zufall, dass zwar unser Institut, nicht aber Ihre Agentur auf Facebook verlinkt ist? Ich schlage vor: Wir sollten uns nächste Woche noch einmal näher zu Facebook unterhalten!
Thomas Zeilinger reflektiert als Ethiker die Auswirkungen des Internets und begleitet als Berater Unternehmen bei der praktischen Arbeit am Change ihrer Unternehmenskultur.
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