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Blog für das Gute in Unternehmenskultur und -kommunikation
Sep 25

B2B setzt auf Fachpresse für Entscheider

Von wegen „Print steckt in der Krise“: Ganz im Gegenteil. Eine enorme Wichtigkeit hat die Fachpresse für Entscheider:

JA WebsiteJacqueline Althaller berät Unternehmen bei allen Fragen der Kommunikation und ist Initiatorin des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B Unternehmens-kommunikation.




 


B2B setzt auf Fachpresse fuer Entscheider

Die dmexco ist gerade vorbei und die Medientage stehen kurz bevor: Da fällt es schwer, nicht an die Zukunft der Medien zu denken. Die Studie der Deutschen Fachpresse „B2B-Entscheideranalyse 2014/15“ zeigt, dass 94 Prozent der 7,6 Millionen professionellen Entscheider in Deutschland Fachmedien als Informationsquelle in ihrem Arbeitsalltag nutzen. Viele der Fachzeitschriften haben bereits eine online-Ausgabe. Interessanterweise präferieren B2B-Entscheider aber die Printausgabe, wie 82 Prozent der Befragten angeben.

Das Leseverhalten spielt hier eine große Rolle: Während ein Newsticker auf dem Smartphone oder Tablet kurz über Aktuelles informiert, bevorzugen viele einen langen, anspruchsvollen Artikel in der Printversion, da er doch einfacher zu lesen ist. Das hat übrigens nichts mit dem Alter zu tun – über 99 Prozent der unter 40-jährigen Entscheider informieren sich in der Fachpresse. Digitaler Journalismus ist dennoch wichtig – denn ein qualitativ hochwertiger Artikel sollte natürlich auch online gefunden werden. Ob dann in den Online-Ausgaben oder auf den Social Media Plattformen nur relevante Ausschnitte angezeigt werden, tut der Berechtigung des Printmediums keinen Abbruch, solange der Leser auf den Originalartikel verwiesen wird. Gerade berichtet die ZEIT, dass der Axel-Springer Verlag eine Kooperation mit Samsung eingeht, um künftig Onlineartikel immer und überall zugänglich zu machen. Dies zeigt deutlich, welche Relevanz die Verlage dem mobilen Journalismus beimessen, um den Leser auf allen Kanälen abzuholen.

 

Fachpresse für Entscheider ist wichtige Informationsquelle

Die Fachpresse für Entscheider ist vor allem dann die wichtigste Informationsquelle, wenn es um Impulse für Kaufentscheidungen geht. Dabei schätzen die Leser vor allem die Glaubwürdigkeit neutraler und seriöser Informationen. 83 Prozent der Topmanager geben an, nach dem Lesen von Fachmedien Informationen auf der Website des Anbieters recherchiert zu haben; 81 Prozent der Topmanager haben auf Grund eines Fachbeitrages persönlichen Kontakt zu Anbietern aufgenommen.

 

 Handlungsempfehlung für Unternehmenskommunikation

 Soweit die Ergebnisse der Studie. Doch was bedeutet das für die Unternehmenskommunikation?

 

So wichtig Social Networking und Content Marketing sind, so bedeutend ist immer noch die Platzierung von qualitativen, redaktionell bearbeiteten Fachaufsätzen in Fachzeitschriften. Dabei empfiehlt es sich, folgendes zu beachten:

·         Es gilt, die relevante Fachpresse für Entscheider für die jeweiligen Kundensegmente zu beobachten und zu analysieren.

·         Die Kommunikationsstrategie ist im Einklang mit der Strategie des Unternehmens: Inhalte auf der Unternehmenswebsite, Social Networking Plattformen und Publikationen in Fachmedien sind aufeinander abzustimmen.

·         Unternehmen sind gut beraten, Pressemitteilungen so zu verfassen, dass SEO sowohl für online als auch Printkanäle greift.

·         Es ist von Vorteil Redaktionskontakte zu Journalisten der relevanten Fachmedien zu pflegen, um aktuelle Neuigkeiten schnell in der Fachpresse zu platzieren.

 

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die unternehmensspezifischen Inhalte auf allen Kanälen im Einklang mit der Kommunikationsstrategie zu platzieren und dabei auch auf die unterschiedlichen Zielgruppen einzugehen. Beratung von außen in die Unternehmenskommunikation mit einzubeziehen ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn es darum geht, die Unternehmensnews in spannende, journalistische Inhalte zu übersetzen. Gerade für  die Fachpresse für Entscheider ist es unabdingbar, Pressemitteilungen mit einem geschulten Blick von außen redaktionell überarbeiten zu lassen. So steht der gewünschten Erhöhung der Brandawareness und der Neugewinnung von Kunden nichts mehr im Wege.

Was ist Ihre Meinung zu Fachzeitschriften? Beobachten Sie sich selbst – was erwarten Sie von Fachbeiträgen und wo und wann lesen Sie diese am häufigsten? Wir freuen uns auf eine rege Diskussion!

 

Kommentare   

 
+1 #2 Guest 2015-12-19 16:50
Zurecht genießen Fachzeitschrift en aufgrund ihrer qualifizierten Redakteure einen guten Ruf. Doch welcher Geschäftsführer hat noch Zeit, Artikel mit zehn- bis 15-tausend Zeichen zu lesen? Der Trend geht - v.a. aufgrund der zunehmenden Nutzung von Mobilgeräten - zu Informationen, die innerhalb kürzester Zeit und in komprimierter Art und Weise zu konsumieren sind. Daneben goutieren Chefradakteure meist nur noch Artikel, die entsprechende Klickzahlen generieren, da das Zünglein an der Waage nicht mehr die Qualität des Artikels, sondern die Gunst der Leserschaft ist. Viele erklärungsbedür ftige Themen werden demzufolge entweder nur noch unvollständig oder gar nicht mehr abgehandelt. Die Kunst der Unternehmenskom munikation kann also nicht mehr nur darin bestehen, diese Kanäle zu bedienen. Vielmehr sollte jedes Unternehmen darüber nachdenken, verstärkt auf owned media zu setzen, diese mittels Content-Distrub tionsplattforme n zu verlängern mit dem Ziel, den Weg in earned media zu finden.
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+1 #1 Wolfgang R 2015-10-01 12:49
Fachzeitschrift en besitzen im Gegensatz zu vielen anderen Leitmedien einen entscheidenden Vorteil: ihre Beiträge genießen seitens der Rezipienten zumeist einen Vertrauens- bzw. Glaubwürdigkeit svorschuss. Die Erwartung erfahrungsbasie rter und wissenschaftlic h fundierter Artikel, welche nicht nur Fakten liefern, sondern auch Zusammenhänge aufzeigen und Hintergründe beleuchten führen zu einer Haltung, die den Anspruch auf der einen und den Wissenserwerb auf der anderen Seite nach oben schraubt. Diese speziellen Ansprüche zu kennen und mit entsprechenden Inhalten darauf zu reagieren ist dann Aufgabe der Medienmacher und Werbetreibenden .
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