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Blog für das Gute in Unternehmenskultur und -kommunikation
May 26

Bestandsaufnahme durch Stakeholder-Dialog

Donnerstag, 26. Juli 2012

Strategieentwicklung braucht eine sorgfältige Bestandsaufnahme. Um Ihre Social Media Strategie zu planen, sollten Sie den Blick nach innen wie nach außen richten. - Nach Innen: Das, was es in Ihrem Unternehmen bereits gibt. Nach außen: Was brauchen die Anspruchsgruppen Ihres Unternehmens?

ZeilingerDer Blick auf schon vorhandene Social Media Aktivitäten und Potentiale kann trügerisch sein. Er muss ergänzt werden durch den Blick auf relevante Zielgruppen und das Marktumfeld. 


Innen wie außen: Bevor Sie die Ziele einer Social Media Strategie festlegen, lohnt es sich, all das wahrzunehmen, was Ihre Mitarbeitenden in Ihrer Organisation bereits in Social Media unternehmen.  Kennen Sie die Mitarbeiterin, die alle zwei Tage in ihrem Fachgebiet mit einem Blog unterwegs ist? Was ist mit der Facebook-Seite,die die Personalabteilung eingerichtet hat, um junge  Menschen für eine Karriere in Ihrem Unternehmen zu interessieren? Wenn Sie genau hinsehen, finden Sie manche Bausteine in Ihrem Unternehmen für Ihre Strategie.

Doch Vorsicht! Nabelschau verengt den Blick und verlockt zu Schnellschüssen: „Schön, was wir schon alles machen!“ „Wir sind gut aufgestellt!“ „Ein hübscher Round-Up von dem was wir haben aus der Marketing-Abteilung, schon haben wir die Social Media Strategie!“
Davor sei gewarnt! An dieser Stelle kommt es auf den Blick von außen an: Was erwarten diejenigen, die am Unternehmen Interesse haben: Die Kunden, die Lieferanten, die Partner, die Öffentlichkeit, die Politik, die NGOs, also die, die unter dem Begriff Stakeholder gefasst werden?  Welche Bedürfnisse haben sie, wie sieht das Wettbewerbsumfeld aus? Wen wollen wir wie mit unserer Social Media Strategie ansprechen? Diese Analysen und ihre Ergebnisse zeigen erst das Feld der Möglichkeiten. Zudem bewahrt ein solcher Rundblick vor Betriebsblindheit. Im Gespräch mit Ihren internen und externen Anspruchsgruppen erfahren Sie, was Ihre Interessensgruppen von Ihnen erwarten (Stakeholder-Dialog) und schaffen so eine menschenorientierte Social Media Präsenz.

Mit anderen Worten: Perspektivenöffnung ist gefragt nach innen wie nach außen. Ein gelungener interner und externer Stakeholderdialog ist die Grundlage für eine erfolgreiche Social Media Strategie!

 

 
 

Thomas Zeilinger reflektiert als Ethiker die Auswirkungen des Internets und begleitet als Berater Unternehmen bei der praktischen Arbeit am Change ihrer Unternehmenskultur.

ja for openbc 01Über Social Media mit Stakeholdern in Dialog zu treten, stellt Kommunikations-verantwortliche aktuell vor einige Herausforderungen. "Zuhören" ist hier die beste Vorbereitung.


Lieber Herr Dr. Zeilinger, in diesem Punkt bin ich ganz bei Ihnen. Ein Unternehmen, das Social Media erfolgreich für sich nutzen möchte, sollte zu Anfang vor allem eines: Zuhören!

Um eine Social Media Strategie für Ihre Unternehmenskommunikation zu entwickeln, empfehlen wir, mehrstufig vorzugehen:

1. Analysieren Sie, auf welchen Plattformen Ihre Stakeholder im Social Web aktiv sind.
2. Prüfen Sie, wie in diesen Netzwerken über Ihr Unternehmen kommuniziert wird.
3. Planen Sie, wie Sie Ihre Ressourcen auf den verschiedenen Plattformen zielgerichtet einsetzen.

Diese Vorbereitungen zahlen sich doppelt aus: Sie ermöglichen Ihnen nicht nur eine zielgruppengerechte Kommunikation, sondern bieten gleichzeitig bereits einen Überblick darüber, welche Multiplikatoren Sie im Social Media Umfeld besonders berücksichtigen sollten.

Um die Fragen nach dem „Wo?“ und „Wie?“ zu beantworten, haben sich in der Praxis übrigens verschiedene Social Media Monitoring Tools bewährt. Diese reichen von kostenlosen Anwendungen bis hin zu umfangreichen Software-Systemen, die viel können, aber auch ihren Preis haben. Eine umfangreiche Betrachtung und Bewertung der einzelnen Tools hält das Dossier „Social Media im Kommunikations-Controlling: Monitoring und Evaluation“ für Sie bereit.

Eines ist sicher: Gesprochen wird über Ihr Unternehmen in jedem Fall, ob Sie sich an der Diskussion beteiligen oder nicht. Wenn Sie sich auf den Dialog einlassen, erschließen Sie sich ein enormes Potential für Ihre Unternehmenskommunikation.

 

 

 

Jacqueline Althaller berät Unternehmen bei allen Fragen der Kommunikation und ist Initiatorin des ersten Arbeitskreises für Social Media in der B2B Unternehmenskommunikation.

 

Kommentare  

 
0 #4 Schönell Hans-Werner 2012-08-01 17:05
Hinter Social-Media steckt High-Tech. Technisch sind wir bereits wunderbar vernetzt. Aber es fehlt an "High-Soz". Seit der Leanwelle in den 1990ger Jahren erleben wir einen massiven Wandel in unserem sozio-technisch en Arbeitsumfeld.

Neue Arbeitsinhalte und höhere Anforderungen kennzeichnen viele unserer Jobs, die inzwischen zu handfesten Wissensarbeitsp lätzen mutiert sind.

Wo früher noch introvertierte Sach- und Facharbeiter ausreichten, werden heute versierte Kommunikatoren und Informationsarb eiter gesucht. Wie fit sind wir wirklich für Social-Media?
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0 #3 Caren Siebold 2012-08-01 07:49
Nicht nur Social Media, sondern auch das von Frau Althaller angemahnte Zuhören, wird immer mehr in ganzheitliche Social Media Strategien integriert. Im letzten Trendmonitor vom März 2012 (http://www.slideshare.net/newsaktuell/social-media-trendmonitor-2012) zeigt sich deutlich: der Anteil der Pressestellen und PR-Agenturen die kein Social Media Monitoring betreiben hat sich seit 2011 halbiert.
Kein Monitoring in 2011: PR-Agenturen - 25% / Pressestellen - 44%
Kein Monitoring in 2012: PR-Agenturen - 13% / Pressestellen - 21%
Da hat sich in einem Jahr wirklich was getan.
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0 #2 Dr. Frank Severin 2012-08-01 07:03
Social Media ist heute einfach im Business angekommen und eine Firma ist gut beraten, da präsent zu sein. Ist sie es nicht, verhält es sich wohl so, als wenn heute jemand keinen Internet Zugang hätte. Man wäre von vielen Informationen ausgeschlossen. Wie immer kommt es auf die richtige Dosierung an. SGI ist sehr stark in Xing, Youtube und Facebook vertreten und wir haben damit bisher gute Erfahrungen gemacht.
Dr. Frank Severin, SGI Professional Services
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+1 #1 Dunja Koelwel 2012-07-30 14:09
Ich denke auch, dass Herr Zeilinger Recht hat und dass sowohl ein Blick von innen als auch von außen notwendig ist. Von innen: was läuft bereits, wo will man hin, was soll erlaubt sein und von außen: wie wird das Unternehmen bereits gesehen? Was wird erwartet? Hier kann man meines Erachtens am Anfang wirklich ganz banal mal im Bekannten- und Freundeskreis nachfragen. Auf diese Weise bekommt man eine erste und meist kostengünstige Einschätzung und kann diese diskutieren ohne gleich allzugroße Tragweiten zu provozieren.
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