cult.comm
Blog für das Gute in Unternehmenskultur und -kommunikation
Jun 18

Der Wandel zur sozialen Suchkultur

Montag, 10. Juni 2013

Der Markt hat sich von einem Verkäufer- zu einem Käufer- zu einem Sucher-Markt verändert. Der ureigenste Instinkt des Menschen, für die eigene Sache den besten Schnitt machen zu wollen, treibt ihn zu Suchmaschinen wie Google & Co. Was bedeutet diese Entwicklung für Unternehmen?

JanRoessnerWebDie Netzpräsenz ist für fast jedes Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg - finden und gefunden werden entscheidet über Kundenbindung.


Liebe Frau Althaller,

Im Grunde hat sich im Laufe der Jahrhunderte, in denen das Prinzip des Angebots und der Nachfrage existiert, wenig an dem ursprünglichen Ablauf geändert. Menschen, die sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung interessieren, tun als erstes vor allem eines: Sie informieren sich!

Die Unterhaltung zwischen Nachbarn und Freunden hat sich mittlerweile längst in die Weiten des Internets verlagert. Unzählige Menschen durchstreifen es täglich, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Und es ist nicht verwunderlich, dass auch in diesem Umfeld der Mensch der Information mehr Glauben schenkt, die ihm von einem Freund, einem Bekannten oder auch einem Facebook-Follower übermittelt wird.

Die Auswirkungen von Social Media auf das Kaufverhalten von Menschen lassen sich in ihrem Umfang heute vermutlich noch kaum erfassen. Klar ist jedoch, dass es für Unternehmen heutzutage umso wichtiger ist, an vielen verschiedenen Orten der Internetlandschaft vertreten zu sein und sich Gedanken über den eigenen Auftritt und das Erscheinungsbild zu machen. Wie werde ich als Unternehmen gefunden? Warum werde ich gefunden? Zu welcher Frage möchte ich die Antwort liefern?

Diese Antworten mit Inhalt zu füllen, wird die Aufgabe der Marketer der Zukunft sein. Verschiedene Disziplinen traditionellen Marketings, traditioneller IT-Arbeit und traditionellen Managements verschmelzen, um sich dem schnellen Wandel unserer Zeit anzupassen.





 

Für Jan Rößner ist Kommunikation Leidenschaft, er sieht in ihr den Motor für Fortschritt. Beruflich setzt er diese in seinen Spezialgebieten wie dem Inbound Marketing um.

portraitUm ihre Zielgruppen im Social Web abzuholen, müssen Unternehmen sie genau kennenlernen.


Lieber Herr Rößner,

das Internet sowie die rasant voranschreitende Verbreitung neuer Technologien zeigen in der Tat immer größere Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten. Dank Tablet-PCs und Smartphones ist der Mensch immer und überall in der Lage, online zu gehen. Das Internet und Social Media begleiten uns längst überall hin. Ob online, offline oder mobil: Konsumenten informieren sich und shoppen über alle Kanäle hinweg.

So unendlich die Möglichkeiten der Konsumenten sind, sich über Unternehmen und Produkte zu informieren, so groß ist auch die Gefahr, dass sie sich in der Informationsflut von Produktbeschreibungen, Bewertungen, Vergleichen etc. verlieren. Für die Unternehmenskommunikation wird es daher zunehmend zur zentralen Herausforderung, all ihre Zielgruppen mit an die jeweiligen individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Botschaften an den Touchpoints im Web und in Social Media abzuholen. Passgenauer Content und klare Botschaften sind also gefragt, um die Informationsflut im Internet nicht weiter anschwellen zu lassen.

Wer genau wissen möchte, wie seine unterschiedlichen Zielgruppen „ticken“, für den empfiehlt sich „Design Thinking“: Der wissenschaftlich fundierte Ansatz eignet sich optimal dazu, individuell Prototypen seiner Stakeholder zu entwickeln und diese exakt kennenzulernen. Entsprechend präzise lassen sich in einem zweiten Schritt Content-Strategien entwickeln, die gewährleisten, dass alle Stakeholder gezielt über alle Kanäle hinweg mit den Botschaften angesprochen werden, welche die für sie relevanten Informationen zu Unternehmen und Produkten erhalten. Im Ergebnis stehen dann der erfolgreiche Dialog und Beziehungsaufbau mit den Stakeholdern.

 

Jacqueline Althaller berät Unternehmen bei allen Fragen der Kommunikation und ist Initiatorin des ersten Arbeitskreises für 
Social Media in der B2B Unternehmenskommunikation.

 

Kommentare  

 
0 #1 Manuela Nikui 2013-06-17 09:32
Zielgruppengere chte Ansprache - super. Aber bitte in angemessener Dosierung. Die Dosis ist neben dem empfängerorient ierten Inhalt in meinen Augen mindestens genauso wichtig. Wobei diese in einem sorgfältigen Design-Thinking -Prozess durchaus ermittelt werden kann.
Zitieren